11 Freunde - das sind wir

Fuballturnier"Wilde Grüne" wollten sie sein, die elf Jungen und Mädchen, die sich am Freitag, den 12. Juni 2015 grüne Schul-Trikots überstreiften, um auf dem Kunstrasen des Sportplatzes an der Südstraße die für Offene Ganztagsschulen ausgeschriebene Fußballmeisterschaft zu gewinnen.  

Selbstverständlich war im Hinblick auf dieses Ereignis zuvor harte Trainingsarbeit angesagt. In unseren Reihen standen selbstverständlich sogar einige routinierte "Miniprofis", die der Übungsleiterin in Sachen Taktik und Regelkunde haushoch überlegen waren, aber auch zwei talentierte Mädchen, die das runde Leder nahezu perfekt am Fuß führten.

Gleich im ersten Spiel - von insgesamt vieren - gingen die Grünen mit wilder Entschlossenheit zu Werke. Unentschieden. Dann folgte leider, leider eine äußerst unglückliche Niederlage und ein weiteres Unentschieden, das zu der berechtigten Hoffnung Anlass gab, bei einem Sieg im letzten Spiel der Vorrunde doch noch alles klar zu machen und in die nächste Runde einzuziehen. Ein Platz auf dem Treppchen jedenfalls war noch drin.

Vor diesem über alles entscheidenden Match wurde im eng geschlossenen Kreis, Schulter an Schulter, unser Schlachtruf lautstark in unsere Mitte gebrüllt. Der Gegner sollte zittern!

So kam es dann auch: Das 1:0 konnte schon nach dem ersten gelungenen Spielzug bejubelt werden. Dann ging es Schlag auf Schlag: 2:0, 3:0, 4:0. Abpfiff. Freudensprünge der Wilden Grünen.

Doch dann das: Es wurde vom Turnierleiter der Tabellenstand verkündet: Bei Punktgleichheit waren wir, die Wilden Grünen, wegen des schlechteren Torverhältnisses aus dem Turnier ausgeschieden. Nur ein einziges Tor hat zum Einzug ins Halbfinale gefehlt. Dumm, denn der Schiedsrichter hatte bei unserem grandiosen 4:0 Sieg nur drei Tore gezählt.

Alle Proteste, die - dickes Kompliment an meine Wilden - trotz der riesigen Enttäuschung sehr diszipliniert bei der Turnierleitung vorgetragen wurden, halfen nicht mehr. Tatsachenentscheidung nennt man sowas im Regelwerk. Immerhin zeigte der Turnierleiter Mitgefühl und spendierte für alle ein Eis. Klar, die Meisterschaft wäre uns lieber gewesen. Vielleicht beides.

Es herrschte ein ganz toller Teamgeist, von der ersten bis zur letzten Minute. Einer für alle, alle für einen. Fairplay stand an erster Stelle. Wir können sehr stolz sein auf „unsere“ Kinder, die "Wilden Grünen".

Petra Lohmar

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